Montag, Juli 17, 2006

Imstfahrt am 15.+16.07.2006

Am Freitag 14.07.06 haben wir uns um 14:00 Uhr am Bootshaus getroffen, um nach Imst zu fahren. Wir heisst: Carmen, Lisa, Isabell, Stefan, Nils, Flo und ich. Zunächsteinmal gab es einige Unklarheiten welche Autos mitfahren, wer wann fährt u.ä., aber mit ein wenig Gelassenheit, Organisationstalent und Teamwork liess sich auch dieses Problem lösen. Es war geplant, dass zum einen Mattias und Marion, und zum anderen Peter S. und sein Kumpel Fred noch nachkommen, so dass wir einen Teil des Gepäcks für sie da lassen konnten.
Jetzt konnte es also losgehen (ca. 15:00 Uhr). Die Anfahrt nach Imst war ganz OK. Es gab aufgrund des herabstürzenden Himmels ein bißchen Stau vor und in München, ansonsten kamen wir gut durch und irgendwann auch am Campingplatz Imst West an.
Nachdem wir die Zelte aufgebaut haben, beschlossen wir doch noch zu kochen. Es gab Überlegungen, ob wir vielleicht Essen gehen wollen, aber Stefan schaffte es, mit seinem winzigen Gaskocher einen großen Topf mit sehr leckerem Chili con Carne (ich glaube schon immer ein Standard auf der Liste der Paddlerrezepte) zu zaubern. Von den feinen Düften angelockt, trafen Matthias und Marion dann auch ein. Matthias hatte den Hauptkocher dabei, aber aus Loyalität zum bereits eingesetzten Kocher, veränderten wir nichts an unserem Aufbau.
Nach Mitternacht trafen dann auch Peter und Fred ein, und mussten vor dem Campingplatz im Bus schlafen (und später dann immer noch 2/3 des Preises - 6 € - für die Übernachtung bezahlen).
Am nächsten morgen, nach einem standesgemäßen und reichhaltigen Nutellabrötchenfrühstück machten wir uns dann auf dem Weg zur Imster Schlucht. Ein relativ leichter Anfang, damit wir uns einfahren konnten und Isabell auch mal paddeln konnte. Wir fuhren ohne große Zwischenstopps, ausser natürlich an der Memminger Walze, wo Carmen und Fred sich ersteinmal (nach mühsamen Flussaufwärtspaddeln) austobten. Von den Beiden war Flussabwärts nichts mehr zu sehen, wenn sie im Wellental verschwanden. Ich war jedenfalls ziemlich beeindruckt, dass es Leute gibt, die da freiwillig reinfahren, wo die meisten doch vorbeifahren wollen.
Danach fuhren wir wieder zum Campingplatz, wo wir dann für den Abend einkauften und uns mit Snacks stärkten.
Die Stärkung war auch nötig, denn jetzt ging es zur Sanna. Seit dem Hochwasser Ende letzen Jahres hat sich einiges geändert. Das hatten wir jedenfalls vorher in verschiedenen Foren gelesen, und waren gespannt, wie es nun ausschaut. Rein optisch hat sich viel getan. Die Waldlandschaft an den Ufern ist gewichen, und hat einer künstlichen Befestigung Platz gemacht. Das war wohl nötig, um den Bach zu erhalten, gibt aber ein dickes Minus, was die Landschaft angeht. Wir wählten den alten Einstieg, obwohl in neueren Beschreibungen eine Stelle weiter Unterhalb empfohlen wurde. Wir haben keine größeren Probleme gehabt, man muss nur noch eine Leitplanke überwinden. Wir teilten uns dann in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe waren Carmen, Nils, Peter und ich; die zweite Gruppe umfasste folgende Mitglieder: Lisa, Flo, Fred und Stefan.
Als erste Schlüsselstelle kam früher das "schiefe Eck". Von diesem war aber fast gar nichts mehr zu sehen; es erinnert nur noch die Felswand an der rechten Seite des Flusses an die Stelle, ansonsten ist nur noch ein kleiner Schwall übrig. Danach folgte der "Pianser Schwall". Von dem war nicht viel zu merken. Auf dem weg hinunter zur Stelle sind ein zwei Walzen zu vermerken, die sich aber gut umfahren lassen (könnte aber auch am Wasserstand liegen). Das ganze endet dann in sehr stillem Wasser zwischen zwei steilen Wänden in der Stadt Pians. Soviel zu den zwei bekannten Schlüsselstellen.
Danach geht es aber eigentlich los. Es folgen dann zwei weitere, etwas wildere Abschnitte, mit einigen Löchern. Beim zweiten Abschnitt muss man am Schluss durch eine größere Walze, die von einer kleineren gefolgt wird durch. Hier gilt es dann Geschwindigkeit zu haben.
Der Ausstieg erfolgt dann nach einem kleineren Schwall in Landeck. Hier kann man ganz bequem rechts anlanden.
Wir zogen uns dann um und fuhren zurück zum Campingplatz zum Kampf der Grills.
Wir hatten zwei Konkurrenten: einen Einweggrill und einen modifizierten Billiggrill. Der Einweggrill liess sich schnell mit dem integrierten Anzünder entfachen, der Billiggrill musste erst mit zerkleinerter Pappe vorbereitet werden. Aber es stellte sich heraus: Geschwindigkeit ist nicht alles. Der Einweggrill glühte schwach bis gar nicht vor sich hin, während auf dem Billiggrill schon die ersten Steaks lagen. Aber Stefan gab nicht auf, und konnte dann, nachdem die meisten satt waren, noch ein paar Würstchen vom Einweggrill präsentieren.
Nachdem wir gut gespeist hatten und mit musikalischer Untermalung durch Nils unseren WEin verbraucht hatten, gingen wir ins Bett (Isomatte, Autositz, Bett im Bus), denn wir wussten ja ungefähr schon, was am nächsten Tag auf dem Programm stand.
Die untere Ötz war unser Ziel nach einem kontinentalen Frühstück mit Joghurtgetränk. Nils ist aua gesundheitlichen Gründen lieber an Land geblieben, ansonsten waren die Gruppen wie am Vortag auf der Sanna. Für mein Empfinden, war der Bach ein gutes Workout, da man ständig hin und her fahren musste, um den Löchern auszuweichen. Hat aber richtig Spass gemacht. Es gibt eine erste Schlüsselstelle unter einer Holzbrücke, die mit einem ziemlich großen Loch endet. Danach muss man das Brunauer Wehr umtragen. Man fragt sich als Paddler ernsthaft, was man mit dem Wehr bezwecken wollte. Ich glaube man wollte erforschen, wie gross man einen Rücklauf künstlich erzeugen kann.
Naja, nach dem Wiedereinsetzen (toller Alpinstart von Fred, trotz Piranha Boot :-)) kam dann relativ bald der Constructor. Hier spaltet sich der Bach in einen rechten arm und in den linken arm, den man fährt auf. Relativ mittig erschien hinter einer Welle dann plötzlich ein großes Loch, den Flo und ich noch mitnehmen mussten. Das Loch hatte aber anscheinend schon ein paar Paddler verspeist, da es uns sofort wieder ausspuckte. Nach diesem Abschnitt war der Bach dann auch schon geschafft.
Wir stiegen dann aus und beschlossen, zu schauen, was die Loisach für einen Pegel hat, und sie möglicherweise auf der Heimfahrt noch zu fahren.
Der Bach war aber ziemlich trocken, also sind wir gleich zum Pizzahut gefahren. Peter und Fred sind dann gleich weitergefahren, Matthias und Marion waren gleich nach Abbauen der Zelte nach Hause gefahren, da Matthias aufgrund seiner Schulterverletzung sowieso nicht paddeln konnte.
Danach kämpften wir uns wieder durch München und um München herum durch und waren dann um 21:30 Uhr wieder am Bootshaus zum Abladen und nach Hause fahren.
Die Fahrt hat mir sehr viel Spass gemacht und ich freue mich schon auf das nächste mal.

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