Freitag, August 24, 2007
Imstfahrt vom 29.06.-01.07.2007
Es ist endlich wieder soweit! Unsere fortgeschrittenen Fahrt nach Imst beginnt. Am Freitag, den 29.06.07 treffen wir uns am Bootshaus, um die Boote auf den Hänger zu laden, und die 10 Teilnehmer auf 3 Autos zu verteilen. Dann geht die Fahrt los. Ohne Schwierigkeiten kommen wir sogar durch München und landen am Abend auf dem Campingplatz Imst West. Die Zelte sind schnell aufgebaut und schon köchelt das Essen (Fertigchili aus der Dose). Nach einem gemütlichen Abend bei Kerzenlicht und Regenprasseln auf dem Tarp fallen schliesslich alle ins Bett. Gut erholt geht nach einem reichhaltigen Paddlerfrühstück (Brötchen mit Nutella) die erste Fahrt auch schon los. Unser Ziel ist die Scoulsaer Strecke im Engadin, da wir zwei anfangende Fortgeschrittene dabei haben, Annette und Viktor. Die Strecke kann man insgesamt als WW II-III werten. Dabei gibt es auch zwei erwähnenswerte Schlüsselstellen. Ganz am Anfang fällt das Wasser über eine kleine Stufe (ca. 1,5 m hoch) und verursacht ganz interessante Strömungen unterhalb. Bei der Befahrung zeigen Viktor und Lisa, wie schön man ein Boot senkrecht stellen kann. Kurz nach dieser Stelle setzte dann auch Annette ein und begleitete uns auf dem Rest der Strecke. Es geht eher gemütlich durch die wunderschöne Landschaft weiter bis zur zweiten Schlüsselstelle, einer Prallwand. Hier wird der Fluss auf die hälfte seiner eigentlichen Breite durch eine Kurve geschossen. Es entstehen hierbei ein paar kleinere Walzen und eine Prallwand. Wir steigen erstmal aus, um uns die Stelle anzuschauen. Sie sieht spektakulär aus, so dass nicht alle sie fahren wollen. Die, die es aber gefahren sind hatten keinerlei Probleme, ausser mit einem kleinen Felsen am Eingang zur Stelle, den man beim Besichtigen übersehen hatte. Bald darauf kam dann auch schon der Ausstieg, und wir fuhren wieder zurück zum Campingplatz. Heute Abend geben wir uns sogar ein bischen mehr Mühe beim Essenmachen, und grillen. Carmen fährt aber vorher noch mit Klaus und Philipp die Ötz. Sie finden einen sehr schönen Walzenslalom vor,der noch einigermaßen entspannt zu bewältigen ist, da der Tag größtenteils bedeckt gewesen ist. Die Ötz führt, dadurch das sie vom Schmelzwasser eines Gletschers abhängig ist, deshalb an diesem Abend nur Mittelwasser.Die größte Schwierigkeit liegt eigentlich in der tiefstehenden Sonne, die einem anfangs genau entgegenschien, so dass es ein bisschen abenteuerlich war, aus dem Wasser-Geglitzer vor einem die richtige Fahrtroute durch die Walzen zu lesen. Am nächsten Tag folgen dann alle dem Beispiel der drei Ötzfahrer. Es ist herrliches Wetter, und niemand kann es erwarten, in das kühle Wasser der Ötz zu kommen; vor allem nicht Lisa. Nachdem sie sich mutig durch zwei Stufen durchgekämpft hat, rollt sie genau an der Kante der letzten Stufe hoch, und kann nicht mehr der Walze ausweichen. Sie muss aussteigen. Aber dank der Mitfahrer ist sie nach wenigen Sekunden wieder sicher am Ufer. Nach einer kurzen Erholungspause setzen wir dann die Fahrt ohne weitere Zwischenfälle fort. Der Sonnenschein und der nette Wasserstand machen diesen Ausflug zu einer schönen Fahrt. Wir ziehen uns am Ausstieg noch schnell um und fahren sofort los, da wir noch die Loisach auf dem Heimweg mitnehmen wollen. Leider stellt sich dann am Einstieg der Loisach heraus, dass nicht genug Wasser vorhanden ist, so dass wir dann ein Sondertraining in einer Pizzaria in Garmisch abhalten, und dann gut satt nach Hause fahren.
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