Freitag, September 19, 2008

Vorderrheinfahrt vom 8.8-10.8

Motto „Sam hat Äpfel gekauft“

Am Freitag haben wir, Sam, Peter, Maren, Viktor, Thalita, Samira, Nikola und Kathi, bei strömendem Regen die Boote aufgeladen.
Dabei erwähnte Sam erstmals, er habe Äpfel gekauft, was eine doppelte Leistung ist, da Äpfel
a) wie Viktor treffend feststellte „so eine Art Obst sind“, was nicht zu Sams gewöhnlichen Nahrungsmitteln zählt und
b) weil er auf diese spezielle Art von Vitamin C auch noch allergisch ist.
An dieser Stelle ein dickes Lob an Sam, aber wir erwähnen jetzt nicht jedes Mal, wann er uns auf die gekauften Äpfel aufmerksam gemacht hat.

Wir starteten gegen 15 Uhr und wären super weggekommen, hätten Thalita und Samira ihre Pässe nicht zu Hause liegen gelassen. So gab es Erlangen-Vorderrhein direkt über Großenseebach.
Abends wurden wir von Sam lecker bekocht (- keine Äpfel)

Der Samstag verwöhnte uns mit tollem Wetter und wir paddelten unverzagt durch den schwierigeren Teil der Route.
Das berühmte schwarze Loch mit seiner Schlucht lockte uns alle. Aber man muss auch verzichten können. So zogen die Vernunft gesteuerten Mädchen ein intensives Krafttraining mit Boote stemmen und Boote tragen vor, während die Jungs ihren Trieben nachgingen und sich in den nassen Schlund warfen.
Die halbe Strecke war zur Mittagspause geschafft, ein Grund, den Grill an- und etwas drauf zu werfen.
Im leichteren Abschnitt verließ uns die Konzentration und genug schwammen, um die Kuchen für die nächsten Trainingsabende zu sichern. Für die Mädchen wurde es spannend als Kathi in Samiras Boot rauschte, dieses nach oben schnellte und Nikola am Kopf traf. Hätte übel ausgehen können, aber da zeigte sich einmal wieder, was unsere Schutzausrüstung wert ist.

Der Abend wurde kalt, also gingen wir auf die Suche nach einem Lagerfeuer zu den Esslingern, die in unserer Nähe campten. Aber diese Schwaben! Geizig wie immer hatten sie sich ein Feuer gespart. Als Rache gab es unendlich viel Knoblauch in den Nudeln und mit dieser Duftfahne schickten wir Sam und Kathi zu den Esslingern zum Plauschen.
Peter unterhielt uns mit Geschichten z.B. über die Flugkuh, während Thalita, Samira und Nikola in der hochphilosophischen Betrachtung des Sternenhimmels versanken.

Am Sonntag paddelten wir die gleiche Route, diesmal gab es mehr Schwimmer als am Samstag. Samira war kaum aus dem Wasser herauszubringen, was sie derart demoralisierte, dass eine Extrapause mit Müsliriegelmotivation angebracht erschien. Es muss etwas Magisches in dem Riegel gewesen sein, denn Samira meisterte ihre Krise und fand sogar Spaß am restlichen Paddeln.
Zum Abschluss der Fahrt versorgte Nikola uns noch mit Äpfeln aus ihrem Garten, die super geschmeckt haben, aber nicht als Konkurrenz für Sams Äpfel gesehen werden sollten.
Wir haben gelernt, dass man den Koch auf einer Paddeltour nicht kritisieren darf, wenn man keine Kuhfladen ins Boot gepackt bekommen will, (es gab auch nichts an Sams Küche auszusetzen!) Sam sollte lernen,
dass man keine Mädchen ins Wasser werfen soll. Also versuchten wir ihn hinein zu schmeißen. Zunächst hatten wir zu viert keine Chance, aber schließlich gelang es uns doch noch (Nikola hat wohl mit einem Apfel gedroht).
Unsere Heimfahrt wurde von einer Kaffeepause und einem Stau aufgelockert, außerdem erfuhren wir, was das „F“ bei dem Kennzeichen „FL“ für Liechtenstein bedeutet.
Resümee: Das Wasser war nass, wir auch, das Essen lecker, das Wetter super und gelernt haben wir auch eine Menge, so kann man sagen, dass es eine durch und durch erfolgreiche, vitaminreiche Fahrt gewesen ist.

von Thalita und Nikola

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